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Das Boot ist voll

Ein Klassiker des neuen Schweizer Films wird wieder entdeckt. Restaurierte Kopie

Nach einer aufwändigen Restaurierung ist ein Klassiker des Schweizer Films zur (Wieder)Entdeckung durch eine neue Generation von Kinogängern bereit. DAS BOOT IST VOLL, damals für einen Oscar nominiert, ist nach seiner gross beachteten Wiederaufführung im Rahmen der Berlinale 2004 nun erstmals wieder im Kino zu sehen.

Feierlicher Auftakt Dienstag, 2.6.04, 21:00 im Riffraff 1 in Anwesenheit von Regisseur Markus Imhoof, Schauspieler Mathias Gnädinger und weiteren Gästen.

Einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe von Flüchtlingen ist während des letzten Krieges der heimliche Grenzübertritt in die Schweiz gelungen. Sie alle können nicht wissen, dass diese Zuflucht trügerisch ist, dass Flüchtlinge «nur aus Rassengründen» kein Anrecht auf Asyl haben und dass seit einiger Zeit die Grenzen für Fremde verschlossen sind. Halbherzig von Schweizern aufgenommen und halb wieder verraten, sind die Flüchtlinge sogar bereit, sich selber preiszugeben um sich zu retten. Sie formieren sich zu einer grotesken Familie, um so die Voraussetzungen zu erfüllen, unter denen die fremdenpolizeilichen Vorschriften noch Ausnahmen gestatten. Das Verstellspiel gelingt nur eine trügerische Weile, dann wird die Heimat wieder hergestellt, die Heimatlosen bezahlen sie mit ihrem Leben.

«Es ist davon auszugehen, dass die Schweiz während des Zweiten Weltkrieges über 20'000 Flüchtlinge an der Grenze abgewiesen oder aus dem Land geschafft hat. Zwischen 1938 und November 1944 wurden zudem um die 14'500 Einreisegesuche abgelehnt, die Schutzsuchende bei den Schweizer Vertretungen im Ausland stellten.» (Bergierbericht 2002)

Das Boot ist voll

von Markus Imhoof
mit Tina Engel, Curt Bois, Renate Steiger, Mathias Gnädinger

CH 1981, 104 Min.
Startdatum: 03.06.2004

Houdini