Si pensava di restare poco

12 Geschichten aus der Emigration.

Eigentlich wollten sie nicht lange bleiben, trotzdem leben alle heute immer noch in der Schweiz: EmigrantInnen der Ersten Generation aus ganz Italien.

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs sind sie aus verschiedensten Gründen in die Schweiz ausgewandert. Sie stammen aus unterschiedlichen sozialen Milieus, arbeiten als Schuhmacher, Portier, Fabrikarbeiterin, Lehrerin, Koch, Coiffeur, Haushälterin, Missionar, Serviertochter oder CEO. Ihre Geschichten sind ähnlich und doch ganz verschieden:
Sie erzählen davon, dass man die geliebte Heimat des Geldes, der Liebe, der Karriere wegen verlassen musste und in der unwirtlichen Fremde, wo man mehr geduldet als akzeptiert war, das harte Brot der frühen Jahre ass. Sie erzählen aber auch davon, dass die Zeit und vor allem Kinder und Enkelkinder die Wunden des Heimatverlusts allmählich verheilen liessen und die Integration dieser Ersten Generation italienischer Emigrantinnen und Emigranten doch noch möglich machten.

Francesca Cangemi, selbst Seconda sizilianischer Abstammung, und ihr Mann, der Filmemacher Daniel von Aarburg, haben sich von fünf italienischen Ehepaaren und sechs Einzelpersonen aus Graubünden ihre Lebensgeschichte erzählen lassen.
An einem Wochenende wurde mit den ausgewählten Zeitzeugen je ein einstündiges Interview auf Video aufgezeichnet. Zum Gesprächstermin mussten zwanzig Fotos eigener Wahl mitgebracht werden. Aus diesem Material wurde in der Folge ein DVD-Film von gut siebzig Minuten Länge zusammengeschnitten. Als simples Dokument von Oral History geplant, wurde der mit einfachsten Mitteln produzierte Film in Graubünden zu einem grossen Erfolg.

In diesem Zusammenhang sei der Besuch folgender Ausstellung empfohlen:

IL LUNGO ADDIO / DER LANGE ABSCHIED
138 Fotografien zur italienischen Emigration in die Schweiz nach 1945

27. Februar - 23. April 2004
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9 -18 Uhr
Samstag, Sonntag sowie 8.4.-12.4.04 (Ostern) und 19.4.04 (Sechseläuten) geschlossen
Eintritt frei

Stadthaus Zürich Ausstellung, Stadthausquai 17, 8001 Zürich, Telefon 01 216 31 23

«Jede dieser Geschichten wäre einen Film wert.»
Bündner Tagblatt

«Vergangene Reisen der Hoffnung.»
Die Südostschweiz

«Bei aller Melancholie ist der Film doch voller witziger Details.»
Reformierte Presse

«Storie appassionate, divertenti e commoventi di lavoratorie e lavoratrice.»
Corriere della Valtellina

«Il film rappresenta un'integrazione necessaria per render giustizia al quadro ell'emigrazione italiana verso la Svizzera a partire dall'immediato dopoguerra.»
La Pagina

«Gli intervistati del filmato offrono magistralmente senza falsi pudori una testimonianza arlata di quei tempi 'eroici', belli ed esaltanti ma anche, allo stesso tempo, triti e pieni della nostalgia di casa.»
Il Grigione Italiano

Si pensava di restare poco

von Francesca Cangemi, Daniel von Aarburg

CH 2003, 72 Min.
Startdatum: 18.03.2004

Houdini