Halbe Treppe

Zwei Paare, eine Affäre und 17 Hippies.

Zwei befreundete Ehepaare Ende dreissig in Frankfurt an der Oder. Da scheint sich nicht mehr viel zu bewegen. Während sich Radiomoderator Chris und seine zweite Frau Katrin in Alltag und Bett nicht mehr allzu viel zu sagen haben, schuftet Uwe fast schon rund um die Uhr in seiner Imbissbude «Halbe Treppe» und vergisst darüber Frau und Kinder. Kein Wunder , dass sich die vereinsamte Ellen und der auf Abwechslung drängende Chris näherkommen. Aber das Verhältnis fliegt auf, und plötzlich scheinen alle Karten neu gemischt. Bewegung kommt in den festgefahrenen Alltag, das Leben wird wieder hinterfragt - und auf einmal zeigt sich, dass auch in Frankfurt an der Oder kleine Wunder möglich sind.

HALBE TREPPE war der überragende deutsche Beitrag an den diesjährigen Filmfestspielen in Berlin und wurde absolut verdient mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

«Wie kommt man zu einer so gewöhnlichen Geschichte, bei der dem Zuschauer manchmal die Luft wegbleibt vor lauter Leben?»
Tagesspiegel Berlin

«Mit einem unglaublichen Gespür für die tragikomischen Momente einer Liebschaft erzählt der deutsche Regisseur Andreas Dresen von 'zwei Paaren, einer Affäre und 17 Hippies'. Es sind die genau (re-)konstruierten Szenen aus dem realen Leben, die HALBE TREPPE zu einer der stärksten Beziehungskomödien des Kinoherbstes machen.»
Tages-Anzeiger

«So ist der Film nichts Geringeres als ein Abenteuer mit glücklichstmöglichem Ausgang: eine Gemeinschaftsarbeit, für die nicht wie sonst mit fertigem Drehbuch unterm Arm Gelder erbettelt werden mussten, sondern bei der alle ihre äusserste Konzentration und Leichtigkeit zugleich geben konnten. Woher ich das weiss? Man sieht es in jeder Einstellung.» Jan Schulz-Ojala im Berliner Tagesspiegel

«Zwei Paare in Frankfurt an der Oder. Ehekrise, Liebeskrise, Lebenskrise. Komisch, tragisch, wirklichkeitsnah.
Es gibt viel zu Lachen in HALBE TREPPE. Mag sein, dass die Beteiligten ihren Spass hatten beim Dreh... Der Film ist nichts Geringeres als ein Abenteuer mit glücklichstmöglichem Ausgang: eine Gemeinschaftsarbeit, bei der alle ihre äusserste Konzentration und Leichtigkeit zugleich geben konnten... Man sieht es, in jeder Einstellung.»
Tagesspiegel Berlin

«Ein wunderbar am Alltäglichen entlangschubbernder Film mit viel Sinn für Situationskomik und Lebensdramatik. Dresen ist mit HALBE TREPPE eine kleine Perle gelungen. Er zeigt ganz normale Menschen mit ganz normalen Macken und Fehlern, ohne ihnen je Vorwürfe zu machen. Er nimmt sie einfach ernst. Die Berliner Folk-Kapelle 17 Hippies hat nicht nur den Soundtrack zur Tragikomödie geliefert, sie sorgt mit ihren Auftritten auch für einen komödiantischen Running Gag. Ein stimmiges, überzeugendes Stück Kino.»
Berliner Morgenpost

«Ein Stück Kino, das mitreissend anzusehen ist und in dem absurder Humor und dokumentarischer Realismus eine geradezu magische Allianz eingehen... Dresens erzählerische Brillanz undd Authentizität führt das Publikum zwischen Lachen und Weinen auch zu jenen allgemeinen Fragen, die zu überhören uns leicht unsere Lebendigkeit kosten kann.»
Die Welt

«Dass Andreas Dresen diese Präzision, Frische und Unmittelbarkeit gelingt, liegt auch an den hervorragenden Schauspielern, die der Kamera stand halten können, die ihnen so dicht auf die Pelle rückt. Vor allem aber an seinem Mut zur Leichtigkeit.»
Die Tageszeitung

Halbe Treppe

von Andreas Dresen
mit Steffi Kühnert, Gabriela Maria Schmeide, Thorsten Merten, Axel Prahl

DE 2002, 105 Min.
Startdatum: 03.10.2002

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