TGV

Tutti giù per Terra

«Schräger Humor, abgefahrene Bilder und ein starker Soundtrack.»
Screen International

Walter ist 22 Jahre alt und noch immer Jungfrau, allerdings mehr aus fehlender Begeisterung als aus Mangel an Gelegenheiten. Nachdem er seine Jugend bei seiner freizügigen Tante Caterina in Rom verbracht hat, kehrt er widerwillig nach Turin zurück, zu seinem Vater, einem cholerischen Arbeiter und Kommunisten und seiner depressiven Mutter, die schon seit Jahren kein Wort mehr gesprochen hat. Um auf neue Gedanken zu kommen, besucht Walter Philosophie-Vorlesungen an der Universität, aber eigentlich gehen ihm die Studenten genauso auf die Nerven wie die Bürger, deren Wohlstand er bitter ironisch kommentiert. Als er mit einigen Jahren Verspätung zum Militärdienst einberufen wird und einen ersten Eindruck von Korruption und Vetternwirtschaft bekommt, beschliesst er, auch offiziell ein Verweigerer zu werden. Seinen Zivildienst leistet er in einem heruntergekommenen Zentrum für soziale Eingliederung von Immigranten, speziell von Zigeunern. Währenddessen hält ihm sein Vater ständig seine Nutzlosigkeit vor, und seine Beziehungen zu Frauen kommen immer noch nicht voran. Bei einer erotischen Begegnung mit einer reichen, attraktiven Studentin verzagt er, und der barmherzige Versuch einer guten Bekannten, ihn auf einer Toilette von seiner Jungfräulichkeit zu erlösen, schlägt auch fehl. Der grösste Schicksalsschlag für ihn ist jedoch der plötzliche Tod seiner geliebten Tante Caterina. Walter resigniert und wird einer jener gesichtslosen Verkäufer, die er immer verachtet hat. Doch dann erlebt er eine Überraschung, die ihn endlich zu einem erwachsenen Mann macht.

«Schräger Humor, abgefahrene Bilder und ein starker Soundtrack.»
Screen International.

Tutti giù per Terra

von Davide Ferrario
mit Valerio Mastandrea, Carlo Monni, Benedetta Mazzini, Gianluca Gobbi

IT 1997, 88 Min.
Startdatum: 05.03.1998

Houdini