Sita Sings The Blues

Bollywood animiert - und wie: «The greatest break-up story ever told.»

Nina Paley traut ihren Augen nicht. Ihr Mann, der in Indien arbeitet, beendet kurzerhand die Beziehung per E-Mail. Die amerikanische Cartoonistin kämpft gegen den Liebeskummer an und entdeckt in dieser Zeit das indische Epos «Ramayana» über die unglücklich liebende Hindu-Göttin Sita. Mit ihr identifiziert sich Paley dermassen, dass sie sich gleich an die Arbeit einer eigenen, erfrischend animierten und selbstironisch gefärbten Interpretation des populären indischen Klassikers macht.

Scheinbar ohne Anstrengung gelingt Nina Paley in ihrem Filmdebüt das Kunststück, antike Tragödie und moderne Komödie augenzwinkernd miteinander zu verschmelzen. «Sita Sings The Blues» ist eine irrwitzig bunte Lovestory, die mit immer neuen Animationsstilen überrascht und verwöhnt. Und wie in einem richtigen indischen Melodram, geht auch in «Sita» nichts ohne Musik. Beschwingt von einem ausgesuchten Score, der indische Musik mit den Hits von Annette Hanshaw - dem lasziven amerikanischen Star der 1920er Jahre - verbindet, lässt «Sita» jeglichen Ethnokitsch weit hinter sich. Fliegende Affen, böse Monster, Götter, Göttinnen, Krieger, Weise und geflügelte Augäpfel beginnen zu tanzen...

«Vergesst 'Ice Age'! Dieser Animationsfilm nach einem Sanskrit-Epos ist das grössere Sommervergnügen. (...) Einfallsreich, bunt, mitreissend - ein Riesenspass. Mehr kann man von Kino nicht wollen.»
Tages-Anzeiger

«Dieses Erstlingswerk sprüht nur so vor Kreativität. Eine frappierende gestalterische Bravourleistung, die ungemein witzig ist.»
NZZ

«'Sita Sings The Blues' lässt Disney bleich werden.»
Filmmaker Magazine

Preise & Festivals:
Berlinale 2008, Special Mention
Annecy Animation Festival 2008, Best Feature Film
Avignon Film Festival 2008, Best American Feature

Sita Sings The Blues

von Nina Paley
mit Reena Shah, Aseem Chhabra, Bhavana Nagulapally, Manish Acharya

Drama / Komödie
US 2008, 82 Min.
Startdatum: 30.07.2009

Houdini