Red Road
Cannes 2006 - Prix du Jury
Seit dem Tod ihres Mannes und ihrer kleinen Tochter lebt Jackie ziemlich zurückgezogen. Doch die Protagonistion in RED ROAD - so luzid wie vehement gespiet von der Britin Kate Dickie - hat einen Job, der spannender ist als mancher Krimi: Sie arbeitet beim öffentlichen Sicherheitsdienst. Sitzt stundenlang vor Überwachungs-Monitoren und beobachtet, was die Menschen in den Strassen, Gassen, Plätzen, Hinterhöfen und verborgenen Winkeln Glasgows treiben. Wird es irgendwo brenzlig, wird Jackie zum Schutzengel. Schickt die Kollegen von der Wache, der Santität, der Polizei vorbei. Und einigen Glasgowern, wie etwa dem Mann mit seinem todkranken Hund, fühlt sich Jackie - ohne dass diese es ahnen - geradezu zärtlich zugetan. Eines Tages dann aber entdeckt Jackie in RED ROAD auf einem Monitor ein ihr seltsam bekanntes Gesicht. Doch wer zum Teufel ist dieser Kerl, der Jackie derart aus der Reserve lockt, dass sie in Andrea Arnolds aufregendem Regiedebüt tut, was Überwacher nie tun sollen: rausgehen und ermitteln. Sie heftet sich dem Mann an die Fersen. Folgt ihm durch Strassen und Bars und verwickelt sich irgendwann in eine Affäre, die weiter führt, als hier zu erklären ist. Spannend ist RED ROAD. Kritisiert den Überwachungsstaat, entwirft aus ungewohnter Perspektive das Porträt einer Stadt und ihrer Bewohner und erzählt, wie eine Frau sich in der schicksalhaften Begegnung mit einem Mann von einem jahrelangen Alptraum befreit. RED ROAD ist aufregendes Kino, made in Scottland.
RED ROAD gehört zu Lars von Triers Advance-Party-Projekt: Drei Filmemacher drehen drei voneinander unabhängige Filme, in denen jedoch stets dieselben neun Figuren vorkommen; deren Charaktereigenschaften sind dabei im Voraus in einem sechsseitigen Dokument festgehalten worden.
"Ein spektakuläres Debüt! Ein wunderschön montierter Thriller!"
The Times
"Beeindruckend! Fesselnd!"
The Sunday Times
"Ganz in der Manier von Michael Haneke!"
The Guardian
"Spannend, mutig, sexi!"
Independent On Sunday



