19
Junges Kino aus Japan
Auf dem Heimweg von der Universität wird der Student Usami ohne ersichtlichen Grund von drei jungen Männern gestoppt und in ihr Auto gezerrt. Sie zwingen ihn auf eine Reise, die verblüffende Ähnlichkeit mit einem Familienausflug hat: ein Einkaufsbummel im Supermarkt, ein Zoobesuch, Erinnerungsfotos. Die anfänglichen Versuche Usamis, seinen Entführern zu entkommen, schlagen fehl. Nach und nach entwickeln sich zwischen Usami und den einzelnen Mitgliedern der seltsamen Reisegruppe eigene, intensive Beziehungen, bis sich die Rollen zu verschieben beginnen.
Das Spielfilmdebüt von Kazushi Watanabe erzählt mit lakonischem Humor und in fast beiläufiger Radikalität von einer ebenso surrealen wie wirklichen Reise - ein Roadmovie irgendwo zwischen Jim Jarmusch und Takeshi Kitano, das mit einer ganz eigenen Ästhetik fasziniert. Basierend auf einer authentischen Begebenheit, berichtet 19 von einer Jugend, deren Rebellion sich in scheinbar sinnloser Form äussert - die die Regeln bricht und sie gleichzeitig widerspiegelt. Kazushi Watanabe hat für diese Erzählung eine filmische Form gefunden, die ebenso stringent wie unbekümmert ist; ein überraschendes Abenteuer, klug und unterhaltsam, spannend, berührend und subversiv.
"Kazushi Watanabe legt mit seinem Debütfilm einen Geniestreich vor. Ein lakonischer Kommentar zur entfremdeten Welt, mit absurdem Humor und weitem Assoziationsraum."
Berliner Zeitung
"19 ist stur, herb, manchmal emotional sehr tief. Er ist lässig, aber nie unzulässig verantwortungslos gegenüber seinen Charakteren, deren Welt, deren Denken und Fühlen - einfach ein Film, der ein gewisses Lebensgefühl festnagelt. Jeder sollte Filme wie diese lieben."
Kölner Stadtanzeiger


