Wanakam
Geschichten von tamilischen Flüchtlingen in der Schweiz
Die Anzahl der tamilischen Flüchtlinge, die seit über zwanzig Jahren in der Schweiz um Asyl bittet, spiegelt die Intensität des Bürgerkrieges in Sri Lanka wieder. Heute leben etwa 35'000 Tamilinnen und Tamilen in der Schweiz - mit Abstand die grösste tamilische Exilgemeinde in Europa gemessen an der Bevölkerungszahl. Die meisten haben inzwischen eine geregelte Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Doch diejenigen, die wegen zu geringem Einkommen die Bedingungen nicht erfüllen, verbleiben auch nach vielen Jahren in einem rechtlich unsicheren Aufenthaltsstatus. Ihr Leben wird zermürbt im Kampf um Bewilligung und Arbeit, um Reiseerlaubnis und Ausbildung. WANAKAM erzählt von Nixsan im Kinderheim, der seit seiner Flucht aus Sri Lanka verstummt ist, von Sasi, die sich vor Heimweh verzehrt, von Mena auf ihrem beschwerlichen Weg in die Selbstständigkeit und von Aiya, der seiner Einsamkeit mit traurigen Liedern entflieht. WANAKAM stellt Menschen in den Mittelpunkt, denen die Schweizer Einwanderungspolitik ausser Billigjobs wenig Chancen auf Integration bietet.
"Täglich sehe ich ihre Gesichter. Allein in meiner Stammbeiz arbeiten fünf Tamilen. Der Film WANAKAM gibt diesen Menschen ein Gesicht."
Alois Bischof, Schriftsteller und Journalist.
"Ein ganz wichtiger Film, der berührt, betroffen macht und aufrüttelt, der verstört und Bewusstsein schafft, der durch die Art, wie er sich auch Unvertrautem nähert, Nähe und Verbundenheit weckt."
Sibille Schuh, Psychologin, Fachbereich Migration.


