Lakshya
Das neuste Bollywood-Epos parallel zum Kinostart in Indien. Einmalige Vorstellung So-Mat. 27.6.04, 10.30 h, Hindi mit engl. Ut.
"Lakshya" ist der neue Film des Regisseurs Farhan Akhtar und des Produzenten Ritesh Sidhwani, die 2001 den damals sehr erfolgreichen Film "Dil Chahta Hai" (mit Aamir Khan) herausgebracht haben, der neue Standards im nordindischen "Hindi Cinema" gesetzt hat. Zum ersten Mal hatte ein Bollywood-Film einen sehr modernen und westlichen Look, hervorragend gezeichnete Charaktere und eine überzeugende Story und dies auch an höchsten westlichen Massstäben gemessen. Ihr neuer Film "Lakshya" ist wiederum sehr professionell produziert, der teuerste indische Film dieses
Jahres und dürfte einer der besten Bollywood-Filme sein, die sich je mit dem Kashmir-Problem beschäftigt haben (das leider meist aus einer allzu patriotisch gefärbten, subjektiven Sicht gezeigt wird). Spektakulär waren die Dreharbeiten in der indischen Provinz Ladakh in Höhen bis zu 5400 Metern über Meer vor der atemberaubenden Kulisse des Himalaja. "Lakshya" ist ausserdem einer der ersten indischen Filme, der komplett digital farbkorrigiert und nachbearbeitet wurde. Für die Kamera zeichnet der mehrfach international ausgezeichnete Deutsche Christopher Popp verantwortlich, der in Los Angeles lebt und arbeitet. Das Production Design
spielt, wie bereits bei "Dil Chahta Hai" auch in "Lakshya" eine grosse Rolle, besonders fällt die aufs Wesentliche reduzierte aber gerade darum spektakuläre Choreografie des Songs "Main Aisa Kyun Hoon" auf und der für Bollywood völlig ungewohnte Soundtrack auf, der jedes Mal Aufsehen erregte,
als wir ihn als Pausenmusik in den Vorstellungen von "Yuva" gespielt haben. "Lakshya" scheint auf dem besten Weg zu sein, die Magie wiederaufleben zu lassen, die "Dil Chahta Hai" so unvergleichlich gemacht hat...
"Lakshya" ist intelligentes kommerzielles "Hindi Cinema" von internationalem Format
und seine Qualitäten werden von den wenigen Leuten, die den Film bereits vorab sehen konnten, mit denen von "Lagaan" verglichen.
Mehr als um den Kargil-Krieg, der 1999 zwischen den sich heute wieder annähernden Bruderstaaten Indien und Pakistan tobte, handelt "Lakshya" vom Lebensweg des jungen Inders Karan (Hrithik Roshan) aus einflussreicher und reicher Familie, der wie viele der heutigen Jugendlichen aus der indischen Oberklasse ein sorgloses Leben führt, aber nicht wirklich weiss, was er mit diesem anfangen soll. Aus einer Laune heraus geht er zur Armee, wo er sich zuerst kaum einzugliedern vermag und dann meint, endlich einen Weg für sein Leben gefunden zu haben. Bis der Kargil-Krieg zwischen Indien und Pakistan ausbricht und Karan die Schrecken des blutigen Konfliktes um Kashmir am eigenen Leibe erlebt...
Einmalige Vorstellung So-Mat. 27.6.04, 10.30 h Riffraff 1
Hindi mit englischen Untertiteln.
