Mutanten
Schweizer Kinopremiere in Anwesenheit der Filmemacherin.
Mit ihrem durch umfangreiche Horrorfilmstudien geschärften Blick sieht die 13jährige Paula scheinbar als einzige die drohende Gefahr: Mutanten infiltrieren die Menschheit. Sie wittert sie überall in ihrer Kleinstadt.
Doch dieses Wissen macht sie einsam. Bis der kleinkriminelle Jugendliche Jens auftaucht. Er scheint ebenso einsam, hauptsächlich mit der Verarbeitung des Todes seiner Eltern beschäftigt. Die ihn umgebende Mauer aus Coolness und Abwehr durchdringt Paula ganz langsam, auch wenn er ihre Mutanten-Geschichte für einen absurden Spleen hält.
Aus ihrer Begegnung entwickelt sich eine Flucht im VW-Transporter, ein Roadmovie, eine Liebesgeschichte selbstverständlich auch. Jens' und Paulas gemeinsame "Auszeit" führt sie nach Frankreich, dort suchen sie den Ausgangspunkt des Ganzen, erreichen ihre Grenzen, lernen sich selbst kennen und sind am Ende einfach "Jens und Paula".
MUTANTEN gelingt etwas, womit das deutsche Kino ansonsten so seine Probleme hat: der Film erzählt eine Geschichte ohne den üblichen Kampf um Bedeutung und Botschaft. Undramatisch entwickelt Katalin Gödrös einen Film über zwei Jugendliche und ihre Flucht durch die der Welt der Mutanten. Ungebrochen zeigt sie die Ängste, die Abscheu und die Hoffnungen der beiden und zaubert dabei mit ruhiger Hand einen wirklich romantischen Film.
Schweizer Kinopremiere - Einmalige Vorstellung, So-Matinée 7.9.03, 11:30 h.
Die Regisseurin Katalin Gödrös stellt ihren Film persönlich vor.
"In Katalin Gödrös Debütfilm MUTANTEN agiert Karoline Teska so
überragend gut, dass wir ihr den Kampf gegen die lächelnde Welt gern
glauben." Der Tagesspiegel
"Sensibles Kino auf höchstem Niveau." Zitty


