Das weisse Rauschen
Die Realität ist ein Hirngespinst.
Lukas (Daniel Brühl - Hauptdarsteller aus GOODBYE LENIN) zieht mit 21 Jahren in die Großstadt, in die WG seiner Schwester. Er hat das sichere Gefühl: Jetzt fängt das Leben an. Sofort stürzt man sich ins Nachtleben. Es gibt Partys, Drogen und eigentlich eine Menge Spaß. Doch nach einem Drogentrip beginnt Lukas plötzlich Stimmen zu hören. Die Stimmen beschimpfen ihn und er fühlt sich verfolgt. Paranoide Schizophrenie, lautet die Diagnose der Ärzte. Nun beginnt für Lukas der Kampf gegen das Chaos in seinem Kopf. Am Ende einer Reise, die ihn bis an die spanische Atlantikküste führt, scheint er etwas gefunden zu haben, das aus dem Wahnsinn herausführen könnte: DAS WEISSE RAUSCHEN.
DAS WEISSE RAUSCHEN ist das furiose Regiedebüt eines aufregenden, jungen Regisseurs: Hans Weingartner - mit einer herausragenden schauspielerischen Leistung von Newcomer Daniel Brühl. Ein mehrfach preisgekrönter, faszinierender Psychothriller der besonderen Art.
Ausgezeichnet mit dem Max Ophüls-Preis 2002:
"Der junge Regisseur nimmt den Zuschauer mit auf einen verstörenden inneren Trip. Der mit Herzblut gemachte und verwegen produzierte Film arbeitet virtuos mit Bild und Ton. Eine entfesselte Kamera zeigt eine Welt, in der die Grenzen zwischen Normalität und Wahnsinn fliessend sind." (aus der Begründung der Jury)
"Es fasziniert mich einfach, was da in unserem Kopf passiert. Das Nervensystem ist der komplexeste Apparat des Universums, und wir wissen fast nichts darüber. Gibt es ein Substrat des Bewusstseins? Wie denkt der Mensch? Hat er einen freien Willen? Was passiert, wenn die Seele aus dem Takt gerät? Was bedeutet es für den Betroffenen und seine Umwelt, wenn er unter Wahnvorstellungen leidet und Stimmen hört? Auf diese Fragen haben wir versucht einzugehen. Zu den einschneidensten Erlebnissen zählte für mich, als mir ein Betroffener eines Abends live erzählte, was die Stimmen in seinem Kopf gerade sagen. Ich konnte es kaum glauben, dass er dabei so ruhig blieb, während in seinem Kopf gerade ein Sturm tobte. Seine Willenskraft muss unvorstellbar gewesen sein." Hans Weingartner



