Die Reise nach Kafiristan
Annemarie Schwarzenbach, das "enfant terrible" der Zürcher Bourgeoisie, auf ihrer Weltflucht ins verwunschene Afghanistan.
Premierenfeier in Anwesenheit der Filmemacher, Do 17.1.02, 20.30 h in Kino Morgental.
Zwei Frauen reisen mit dem Auto von Genf über den Balkan und die Türkei nach Afghanistan. Annemarie Schwarzenbach, Schriftstellerin aus Zürich, Antifaschistin, lesbisch, morphiumsüchtig, flüchtet vor ihrem inneren Unglück und der politischen Zerstörung in Europa. Ella Maillart aus Genf, Fotografin, Sportlerin, Ethnologin, der alles im Leben zu gelingen scheint, getrieben von Unrast und der Sucht nach Veränderung, will das archaische Leben im geheimnisvollen Kafiristan erforschen. 1939, als die Kriegsbedrohung wächst und radikale Umwälzungen in Europa bevorstehen, versuchen Schwarzenbach und Maillart mit dieser Reise ins Ungewisse ihre eigenen Kriesen und ihre Orientierungslosigkeit zu bewältigen.
In der Stille der langen Fahrten durch Steppen und unendliche Wüsten, auf kurvenreichen Pisten und durch steile Täler, werden die beiden unangepassten, gegensätzlichen Frauen mit ihren eigenen Geschichten und Grenzen konfrontiert und kommen sich näher.
"Dem Brüder - und Regisseurenpaar Fosco und Donatello Dubini gelingt mit "Reise nach Kairistan" das subtile Porträt einer nicht eben einfachen Frauenfreundschaft."
Annabelle
"Dank der entlegenen Landschaften, die eine absorbierende Faszination ausüben und der hypnotischen Intensität, die von der Darstellung der jungen Jeannette Hain ausgeht, zeigt "Die Reise nach Kafiristan" das künstlerische Filmschaffen in Europa von seiner besten Seite."
Variety
"Der Film ist wie ein Nachtgedicht. Man versinkt in dieser Wüstenpoesie - und in der schönen Illusion des Kinos."
Neue Luzerner Zeitung


