Memorias del subdesarrollo
Der kubanische Regisseur Tomas Gutiérrez Alea ist bei uns allerspätestens mit "Fresa y chocolate" einem breiteren Publikum bekannt geworden. Sein früher Spielfilm "Memorias del subdesarrollo" kam bereits 1968 heraus und darf mit guten Gründen als einer der besten lateinamerikanischen Filme überhaupt bezeichnet werden, als Beispiel eines Kinos, das seiner Zeit den Puls misst. Sergio, ein bürgerlicher Intellektueller, wird in diesem Film im Havanna der Kuba-Krise umher getrieben. Er erlebt, wie Besitzende die Insel nach der Revolution verlassen, beschliesst aber selber zu bleiben und sucht Halt in einer Epoche, in der spürbar so vieles in der Schwebe ist, in der Hoffnungen und Enttäuschungen einander nahe sind.
(Walter Ruggle)
"Das Werk setzte durch einen neuen Erzählstil Massstäbe für eine neue antiimperialistische, soziale Aesthetik." Neue Zürcher Zeitung

