La saison des hommes
Farbig und kunstvoll verwoben wie die traditionellen Teppiche aus Djerba, erzählt die Regisseurin von "Les silences du palais" von drei Generationen tunesischer Frauen.
Aïcha hat Saïd geheiratet, als sie 18 war. Wie seine Brüder arbeitet er elf Monate im Jahr in Tunis und lässt seine Frau in Djerba unter der Aufsicht seiner Mutter zurück. So ist es üblich, doch die junge Aïcha wil mit der Tradition brechen und bei ihrem Mann in Tunis leben. Eine Forderung, die Saïd nur erfüllen wird, wenn seine Frau ihm einen Sohn gebärt.
Um Geld für ihre Zukunft in der Stadt zu verdienen, webt Aïcha Teppiche, die Saïd in Tunis verkauft. Einmal im Jahr kommen die Männer für kurze Zeit nach Djerba zurück - für Aïcha und ihre Schwägerinnen ein Fest, auf das die Frauen sich vorbereiten wie auf ihre Hochzeitsnacht. Aïcha bringt zwei Töchter zur Welt, das Leben bei ihrer Schwiegermutter wird immer mehr zum Alptraum, und die Besuche ihres Mannes werden davon überschattet. Als die Konflikte eskalieren, bekommt Aïcha einen Sohn, der das Gefangensein und die Frustration der Frauen in sich zu tragen scheint:
Aziz wird ein autistisches Kind.
"Moufida Tlatli schildert einfühlsam die Lebensbedingungen von drei Generationen Musliminnen."
TR 7
"Ein mutiger, kühner, sensibler Film. Moufida Tlatli beobachtet die grossen Leiden und die kleinen Freuden der Frauen mit Zärtlichkeit. Sie ist eine Kämpferin, das ist sicher, aber auch eine Filmkünstlerin. Das spürt man in jedem Moment."
Télérama

