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Oslo, August 31st

Ein Mann, eine Stadt, 24 Stunden...

"Einst warst du der coolste Typ in ganz Oslo", erinnert sich Thomas im Gespräch mit seinem besten Freund Anders (Anders Danielsen Lie). Und Anders antwortet ihm nur lakonisch: Ich bin nur ein verzogener Bengel, der's vermasselt hat. Die beiden jungen Männer haben sich eine zeitlang nicht mehr gesehen, denn Anders war im Drogenentzug in einer Klinik auf dem Land. Für einen Tag ist Anders nun zurück in Oslo, der Stadt, deren Versuchungen er früher nicht widerstehen konnte. Zurück bei seinen Freunden, die ihr Leben inzwischen ohne ihn weitergelebt haben.
Anders ringt um seinen Platz in dieser Welt, die ihm einst weit offen stand. In ihm tobt ein Gefühlschaos: einerseits trauert er um seine verschwendete Zeit und um verpasste Chancen, er fühlt sich verloren und vom Glücklichsein ausgeschlossen - und gleichzeitig erkennt er, dass ein Neuanfang für ihn möglich sein kann.
So lässt er sich denn an diesem Tag in Oslo treiben, hat ein Vorstellungsgespräch für einen neuen Job, trifft seine alten Freunde wieder, landet auf einer Geburtstagsparty, später in einem Club, lernt ein Mädchen kennen - und findet doch nirgendwo Trost.
Nach dieser Nacht in Oslo wird es langsam wieder hell - und Anders scheint sich davon befreit zu haben, sich selbst etwas beweisen zu müssen.

"'Oslo, August 31st' ist die Geschichte einer einfallsreichen Person von düsterem Gemüt. Das Paradox von Anders Charakter liegt darin, dass er zwar begabt und eigentlich sehr ehrgeizig ist, jedoch durch seinen kräftezehrenden Lebensstil einige Lebensjahre verloren hat. Ich wollte eine Geschichte erzählen, die sich auf die emotionale und geradezu physische Erfahrung einer existentiellen Krise konzentriert. Ich habe beispielsweise beobachtet, wie sich die Leben meiner Freunde aus meinen Teenager-Jahren als Skateboarder in sehr gegensätzliche Richtungen entwickelt haben. Einige wurden drogensüchtig, andere schlugen äusserst erfolgreiche Laufbahnen ein. Doch auch den Leben derjenigen, die eine Wahl haben, liegt ein grosses Drama zugrunde." Joachim Trier

"Voilà! Ein Film, der - anstatt uns wie viele andere unverbindlich zu unterhalten - zu fragen scheint, weshalb wir leben, und uns daran erinnert, weshalb wir sterben. Eine rare Perle von überwältigender Schönheit und durchdringender Klarheit." Télérama

"Der talentierte Joachim Trier liefert eine wundervolle melancholische Charakterstudie ab, geistreich und zärtlich, und erfrischend wie die Seeluft von Oslo." empireonlie.com

"Versöhnt uns mit dem Kino und somit mit dem Leben selbst." sortir

"Der Film nimmt sich an passenden Stellen die nötige Zeit, lässt Bilder wirken und Gespräche nachklingen. Trotz der düsteren Thematik verzichtet Trier nicht auf Humor und Ironie, wodurch der Film noch mehr an Authentizität gewinnt." ZS

▶ Trailer Verleiher

Regie:Joachim Trier
Darsteller:Anders Danielsen Lie, Malin Crépin, Aksel M. Thanke
Land:NO
Jahr:2011
Dauer:96 Minuten
Sprache:Ov/d/f
Genre:Drama
Filmgattung:Spielfilm
Altersfreigabe:12 / 14 J
Kinostart:19.04.2012

DVD