Weiterleben
Der neue Film von Hans Haldimann ("Bergauf, Bergab")
Die Freiheit der Gedanken und der Rede ist immer und überall auf der Welt hart erkämpft worden und an vielen Orten wird noch heute darum gerungen.
"Weiterleben" ist ein Film über vier Menschen, die sich alle in ihrem jeweiligen Heimatland für mehr Freiheit und Demokratie eingesetzt haben und schwer dafür bezahlen mussten. Heute leben alle vier in der Schweiz: Eine Tibeterin, eine Kongolesin, ein Chilene und ein Kurde aus der Türkei. Sie haben gegen die Unterdrückung ihres Volkes demonstriert, Wandzeitungen geschrieben oder sich bei einer fortschrittlichen Partei engagiert - alles Dinge, die heute in Mitteleuropa zum politischen Alltag gehören.
Hans Haldimanns Film kommt ohne Schreckensbilder aus und gewinnt seine Kraft allein durch die Erzählung der Protagonisten. Dabei geht er vor allem der Frage nach, wie diese vier es schaffen, nach dem Schlimmsten, das einem Menschen passieren kann, weiterzuleben. Die Antwort ist erstaunlich: Auch nach den furchtbaren Ereignissen hat keiner dieser vier den Glauben an eine bessere Welt aufgegeben.
"Weiterleben" handelt von sehr starken Menschen und ist ein Film, der sich der Gleichgültigkeit widersetzt.
Donnerstag, 23. Februar, 18 Uhr, mit anschliessendem Podiumsgespräch. Teilnehmer: Manfred Nowak, Professor für Internationales Recht und Menschenrechte an der Universität Wien, von 2004 bis 2010 UNO-Sonderberichterstatter über Folter. Gesprächsleitung: Susanne Brunner, Radio DRS



