La fille du RER
Der neue Film von André Téchiné - nach einer Lüge von der S-Bahn
Jeanne lebt mit ihrer Mutter (Catherine Deneuve) in bescheidenen Verhältnissen in einem Pariser Vorort. Sie lernt den selbstbewussten Kampfsportler Frank kennen und zieht probeweise mit ihm zusammen. Das gemeinsame Glück nimmt jedoch ein rasches Ende, als sich Frank in kriminelle Machenschaften verstrickt. Jeanne fügt sich selber Schnittverletzungen zu und behauptet gegenüber der Polizei in der S-Bahn Opfer eines anitsemitisch motivierten Angriffs geworden zu sein. Als der Vorfall ein unerwartet großes Medienecho hervorruft, wird der Druck auf Jeanne immer grösser. Ihre Mutter sucht Hilfe bei einem erfolgreichen Anwalt und ehemaligen Verehrer, während Jeanne zunächst trotzig auf ihrer Lüge beharrt...
André Téchinés neuer Film basiert auf einer wahren Geschichte, über die sich 2004 ganz Frankreich empörte. Eine junge Frau hatte vorgetäuscht, in einem Pariser Vorstadtzug (RER) Opfer einer antisemitischen Attacke geworden zu sein. Der Film beleuchtet jedoch weit mehr als die familiären und gesellschaftlichen Hintergründe des Falls. Durch die begeisternden Darsteller - allen voran Emilie Dequenne (ein Wiedersehen mit der grossen Entdeckung aus Rosetta) in der Rolle der Jeanne - wird La fille du RER zum vielschichtigen Porträt einer jungen Frau von heute.


